This is Park – So entsteht eine neue Kollektion

Park Produktion Athen

 

Vor wenigen Wochen lancierte Matthias Hachen, der Gründer vom Schweizer Label Park, seine neuste Kollektion mit hochwertigen und handgemachten Lederprodukten.

Wie viel Schweiss für die Lancierung der neuen Kollektion geflossen ist, welche Aufgaben dazugehören, damit eine Kollektion erfolgreich lanciert werden kann und auf welches Modell seiner neuen Kollektion Matthias besonders stolz ist, wirst du in diesem Beitrag erfahren.

Diese 9 Fragen haben wir Matthias zu Park und seiner neuen Kollektion gestellt.

Matthias, deine neue Kollektion gibt es ab sofort zu kaufen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Lancierung einer neuen Kollektion aufregend ist. Wie erlebst du diesen Moment, wenn deine neuen Stücke auf den Markt kommen?

Matthias Hachen: Ich freue mich immer sehr, wenn wir eine neue Kollektion lancieren. Von der Idee bis zu einer fertigen Kollektion und deren Lancierung ist es ein aufregender Prozess, auf dem viele Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit gefällt werden müssen. Von der Skizze bis zum ersten Prototypen, von den finalen Prototypen bis zur Produktion, von der Idee zum Fotoshooting bis zu den Fotos auf der Webseite sind einige der Schritte, die einer Kollektion Gestalt geben.

Da ist es ein sehr schöner Moment, wenn wir die Kollektion mit anderen teilen und die Produkte unseren Kunden präsentieren können.

Matthias Hachen - This is Park

Wie kann ich mir den Entstehungsprozess einer neuen Kollektion vorstellen? Wo beginnst du?

Matthias Hachen: Wir bekommen zum einen Inputs und Wünsche von Kunden und Freunden, die wir sammeln. Zum anderen haben wir unsere Ideen, die wir umsetzen wollen. Dazu kommen bestehende Produkte, die wir weiterentwickeln.

Aus diesem Pool entwickeln wir die neuen Kollektionen. Unser Sortiment ergänzen wir so durch neue Produkte wo es uns sinnvoll erscheint und eine Nachfrage besteht.

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Zeichnest du neue Designs selbst oder holst du dir dafür Hilfe?

Matthias Hachen: Ich zeichne die Designs selbst. Das Entwerfen einer Tasche ist weniger ein Zeichnen, mehr ein Konstruieren und da konnten wir über die Jahre ein Wissen aufbauen, sodass das Entwerfen bei uns im Atelier am besten funktioniert. Zudem kennen wir unsere Basics und können viel von diesen übernehmen.

Hilfe kriegen wir auch von unseren Produzenten, die bei komplexeren Konstruktionen mit ihrem Wissen und mit ihrer Erfahrung mitwirken.

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Als wir die neuen Stücke ausgepackt haben, waren wir begeistert. Das verwendete Leder, die Designs und insbesondere die Multifunktionalität der neuen Stücke sind uns sofort sehr positiv aufgefallen. Was war dir bei Entwicklung der neuen Kollektion wichtig?

Matthias Hachen: Zum einen war es uns wichtig, unsere Taschen weiterzuentwickeln und somit minimalistische und gleichzeitig funktionale Taschen zu kreieren.

Zum Beispiel sind unsere Tote Bags TB02 ZIP und TB04 ZIP die perfekten Allrounderinnen. Dank einem zusätzlichem Schultergurt können die Taschen in verschiedenen Situationen getragen werden. Als Tote Bag bei einem Business Meeting, als Crossbody beim Shoppen oder als Rucksack beim Fahrradfahren, die TB02 ZIP passt sich an.

Wichtig war uns zudem, dass die neue Kollektion in sich funktioniert und das bestehende Sortiment sinnvoll ergänzt.

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Worin liegt die grösste Herausforderung bei der Entwicklung einer neuen Kollektion?

Matthias Hachen: Eine Herausforderung besteht in der Konzentration auf wenige Designs. Es gibt so viele Designs, die wir gerne am liebsten heute umsetzen würden. Doch jedes Design oder jede zusätzliche Farbe ist ein grösserer zeitlicher und finanzieller Aufwand, dies gilt es immer zu berücksichtigen.

Eine Herausforderung sind auch die Produktionskosten. Je grösser und je mehr Funktionen, desto teurer wird ein Produkt. Die Herausforderung besteht hier darin, bereits beim Entwerfen die Kosten nicht aus den Augen zu verlieren.

Eine weitere Herausforderung ist das Zusammenbringen von Design, Material und Quantität. Es gibt Designs, die verlangen ein dickes Leder, es gibt solche, die ein weiches Leder benötigen, etc. Durch die meist hohe Mindestbestellmenge pro Leder, ist es eine Herausforderung, die richtigen Leder in kleinen Mengen einkaufen zu können.

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Insbesondere Stücke, die mit ihrer Multifunktionalität überzeugen, finden bei unseren Kunden grosse Beliebtheit. Wie empfindest du diese Entwicklung? Wollen die Leute weniger Taschen, dafür solche die man in verschiedenen Situationen unterschiedlich tragen kann?

Matthias Hachen: Ich kenne viele Leute, die dies mögen. Es ist sehr praktisch, eine Tasche in verschiedenen Situationen unterschiedlich tragen zu können.

Wir versuchen dies bei unseren Taschen so umzusetzen, dass es nicht ein primäres Designmerkmal ist.

Wie schnell kannst du auf einen Trend reagieren? Wie lange dauert der Prozess von der Skizze bis zum fertigen Produkt im Shop?

Matthias Hachen: Das ist von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich. Im besten Fall funktioniert bereits der erste Prototyp, meistens braucht es aber einen Zweiten ev. Dritten. Der Prozess dauert zwischen 9 und 18 Monate.

Wir setzen zum Glück nicht auf saisonale Trends. Unsere Designs sind zeitlos und funktionieren über mehrere Saisons und Jahre. Zudem sind wir der Meinung, dass besser ist ein Produkt zu reparieren als es zu ersetzen. Deshalb bieten wir auch kostenlose Reparaturleistungen an.

Gibt es Stücke in deiner neuen Kollektion, auf die du besonders stolz bist? Wenn ja, warum?

Matthias Hachen: Diese Kollektion war eine der komplexesten, die wir bis anhin realisiert haben, aber auch die aufregendste. Die Designsprache ist stark in der Park-DNA verwurzelt, doch der praktische Aspekt ist gewachsen.

Mir gefallen zum Bespiel die skulpturale Form und die unterschiedlichen Tragmöglichkeiten an unserer geometrischen Tote Bag TB04 ZIP. Darauf bin ich stolz.

Persönlich mag ich den Gurt. Er ist sehr schlicht und wertig. Aber auch unser neuer Messenger Bag gefällt mir, der sich auch als Rucksack tragen lässt.

An unserer neuen Crossbody Bag mag ich besonders die Konstruktion. Sie ist sehr einfach und doch ausgeklügelt und bietet mir ihren fünf Fächern und ihrer Dehnbarkeit viel Platz und Überblick.

Wie heben sich deine Produkte von anderen Lederprodukten ab?

Matthias Hachen: Das Leder, das wir verwenden, wird nur lasierend gefärbt. Dadurch bleibt dieses lebendig und verleiht jeder Tasche eine eigene Patina.

Diese Patina formuliert sich durchs Tragen weiter aus. Dadurch bekommen unsere Produkte über die Zeit einen persönlichen Charakter.

Zudem entstehen unsere Produkte unter fairen Bedingungen und in enger Zusammenarbeit mit unseren Produzenten in Griechenland. Wir achten auf faire Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen ebenso wie auf die Herkunft unserer Rohmaterialien.

Da wir in Europa produzieren, können wir unseren CO2-Fussabdruck minimal halten.

Unsere Leder in Vachetta und Taupe werden bereits zu 100% pflanzlich gegerbt. Die geölten als auch die gewachsten Leder werden semi-pflanzlich gegerbt. Wir sind dabei, unsere ganze Produktion auf 100% pflanzlich gegerbtem Leder umzustellen. Eine bewusste und faire Produktion ist uns sehr wichtig.

Matthias, vielen Dank für den spannenden Einblick in die Entstehung deiner neusten Kollektion. Wir freuen uns sehr, ist deine neue Kollektion jetzt auch bei clomes.ch im Shop verfügbar.

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